Bei Bauarbeiten ist am Montagnachmittag eine 500-Kilo-Bombe am Gustav-Melde-Weg nahe des Staatstheaters in Cottbus gefunden worden. "Dabei handelt es sich um ein deutsches Fabrikat aus dem Zweiten Weltkrieg", erklärt Sprengmeister Mario Büchner und ordnet eine Evakuierung in einem Umkreis von einem Kilometer an. Betroffen ist auch das Staatstheater.

Polizei und Ordnungsamt Beginnen gegen 15 Uhr, die Einwohner zu informieren. Zwei Auffangstellen werden in der Paul-Werner-Gesamtschule und der Bauhausschule eingerichtet. Betroffen sind etwa 3500 Einwohner. Fast 150 Mitarbeiter von Feuerwehr, Polizei, DRK und Johannitern sind im Einsatz. Besonders aufwendig erweist sich die Evakuierung von elf bettlägrigen Patienten aus dem Hospiz.

Wenig später wird auch der Luftraum über der Cottbuser Innenstadt gesperrt. Wegen der Sicherheitszone rings um den Bombenfundort werden etliche Straßen gesperrt. Ruckzuck bilden sich mitten im Berufsverkehr Staus auf den Cottbuser Hauptstraßen. Gegen 18 Uhr ist die Evakuierung im Großen und Ganzen abgeschlossen. Der Sprengmeister bereitet mit seinem Team die Bombe zur Entschärfung vor. Bislang ist der Zünder nicht zu sehen. Vorsichtig legen die Männer den Bereich frei.

Und dann ist da - nichts. Die Bombe liegt seit Jahrzehnten im Erdreich. Ohne Zünder, nicht mehr explosiv. Gegen 18 Uhr werden die Sperrungen aufgehoben worden. Die Anwohner dürfen zurück in ihre Wohnungen