Nach Angaben der Bundespolizei waren Teile der Fan-Gruppierungen vermummt. Laut brandenburgischem Polizeipräsidium gab es Leichtverletzte. Wie ein Augenzeuge der Nachrichtenagentur dpa sagte, seien die zahlenmäßig unterlegenen Hansa-Anhänger gleichzeitig mit den Berlinern auf dem Bahnhof Brandenburg/Havel ausgestiegen. "Dann sind die Prügeleien sofort losgegangen", sagte der Hansa-Anhänger. "Ich habe noch nie so viel Angst gehabt. Wir haben extra unsere frühe Anreise geheim gehalten, um Ärger aus dem Weg zu gehen."
Während die 180 Hertha-Fans nach den Ausschreitungen ihre Reise per Zug zum Auswärtsspiel bei Eintracht Braunschweig fortsetzen, hielten Bereitschaftspolizisten 56 Rostock-Fans fest. Gegen sie wird wegen Landfriedensbruch ermittelt. Hansa spielte am Samstag bei Borussia Dortmund II (0:0). Wie Bundespolizei-Sprecher Meik Gauer mitteilte, wird auch gegen die Hertha-Anhänger ermittelt. Man wisse, bei welchen Gruppierungen die Bundespolizei suchen müsse.