| 09:27 Uhr

Krankenhäuser werden transparenter

Carl-Thiem-Klinikum (CTK) Cottbus.
Carl-Thiem-Klinikum (CTK) Cottbus. FOTO: Winter
Cottbus. Brandenburgs Krankenhäuser werden künftig transparenter für den Bürger. Ab dem 26. Juni geht ein sogenannter Krankenhausspiegel nach etwa einem halben Jahr Entwicklungsarbeit in den Live-Betrieb. Rüdiger Hofmann

Internetnutzer finden darin nach gleichen Kriterien alle relevanten Daten der Krankenhäuser in den drei Hauptrubriken: Qualitätsergebnisse, Krankenhausporträts und medizinische Informationen. Gezeigt werden patientenverständliche Informationen über 16 besonders häufige oder komplizierte Behandlungsgebiete. So können Interessierte beispielsweise unter "Geburtshilfe", "Kniegelenkersatz" oder "Bypassoperation" anhand zahlreicher Qualitätsmerkmale schnell erkennen, wie gut die Behandlung in den einzelnen Kliniken ist. Ergänzt werden die Qualitätsergebnisse durch ausführliche Porträts aller teilnehmenden Krankenhäuser sowie durch laienverständliche medizinische Informationen. Die Kriterien werden nach einem staatlichen Qualitätssicherungsverfahren festgelegt, zu dem die Krankenhäuser verpflichtet sind.

Insgesamt haben sich 36 Krankenhäuser und 44 Krankenhausstandorte für eine Teilnahme an dem Projekt entschieden. Nach RUNDSCHAU-Recherchen sind unter anderem das Naemi-Wilke-Stift in Guben, das Carl-Thiem-Klinikum in Cottbus und das Spremberger Krankenhaus dabei.

Die Krankenhausspiegel sind in der Regel von den regionalen Landeskrankenhausgesellschaften in Auftrag gegeben. Solche Krankenhausspiegel gibt es bereits in Bremen, Hamburg und Hannover. Nach Thüringen ist nun Brandenburg das zweite Flächenbundesland mit einem Krankenhausspiegel.

"Damit tragen die Krankenhäuser zu mehr Transparenz bei und bieten allen Nutzern die Möglichkeit, sich über das jeweilige Krankenhaus auf diesen Seiten zu informieren", teilt das Naemi-Wilke-Stift aus Guben mit. Am 26. Juni wird dann die neue Website erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Dort wird dann auch über die Bedeutung des Krankenhausspiegels für das Brandenburger Gesundheitswesen informiert.