Kraftstoff-Diebe schlagen in Brandenburg immer häufiger zu. Wie das Polizeipräsidium in Potsdam mitteilte, wurden 2012 insgesamt 2409 Übergriffe gemeldet - das sind zehn Prozent mehr als noch ein Jahr zuvor.

Der dadurch entstandene Sachschaden wird mit rund 1,7 Millionen Euro angegeben. In 80 Prozent der Fälle hatten es die Langfinger dabei auf Dieselkraftstoff abgesehen. Eine ähnliche Entwicklung verzeichnet die Polizei auch beim Tankbetrug.

Im Jahr 2012 wurden knapp 3800 Fälle registriert. Die Täter richteten einen Schaden von rund 308 000 Euro an; 72 000 Euro mehr als noch 2011. Da die Betrüger zumeist mit gestohlenen Kennzeichen agieren, ist die Aufklärung für die Polizei sehr schwierig. In diesem Bereich lag die Aufklärungsquote 2012 bei 38 Prozent.

Noch viel schwerer hat es die Polizei, Kraftstoff-Dieben auf die Schliche zu kommen: Sie gehen zumeist im Schutze der Dunkelheit oder an abgelegenen Orten auf Beutezug, und das Abzapfen erfolge ziemlich schnell.

Dieseldiebe schlugen nach Polizeiangaben besonders häufig in Lübbenau (Oberspreewald-Lausitz), Kloster Lehnin und Brandenburg/Havel zu, Benzindiebe hingegen in Eberswalde, Potsdam, Cottbus, Frankfurt (Oder) und Schwedt (Oder). Schwerpunkte hier sind vor allem Baustellen, Firmengelände, Autobahn-Raststätten und Parkplätze im Stadtgebiet.

Tankbetrüger suchen sich besonders häufig Tankstellen in Autobahnnähe aus. Da sich die Kraftstoffpreise weiter auf einem hohen Niveau bewegen, rechnet die Polizei nicht mit einer Entspannung.

Im Gegenteil: Erste Zahlen aus diesem Jahr belegen, dass der Kraftstoffklau ein Problem bleibt.

Ähnliches gelte für den Tankbetrug. Daher sollten Fahrzeughalter und Tankstellenpächter Schutzvorkehrungen treffen. So sollten Einfüllstutzen mechanisch oder elektromechanisch gesichert werden.

Tankstellenpächter sollten nur gegen Vorkasse Kraftstoff abgegeben und ihre Zapfsäulen entsprechend sperren.