Die drittgrößte Partei im Kosovo-Parlament, Vetevendosje (Selbstverwaltung), kündigte für den Feiertag die Blockade des serbischen Klosters Decani im Westen Kosovos an. "Ich lasse mich doch von Pristina nicht herumkommandieren. Die werden nicht entscheiden, ob ich in unser Kosovo reisen kann!", erklärte Nikolic am Samstag in der Belgrader Zeitung "Kurir" empört.

Der einst extreme Nationalist Tomislav Nikolic ist in dem fast nur noch von Albanern bewohnten Kosovo verhasst, weil er einer der serbischen Drahtzieher im blutigen Bürgerkrieg vor eineinhalb Jahrzehnten war. Damals hatten serbische Soldaten und Paramilitärs insgesamt rund 800 000 Albaner aus dem Kosovo vertrieben.