„Wir waren geduldig, wir waren kooperativ, wir waren entgegenkommend“, sagte Ceku der Frankfurter Rundschau. Jetzt sei „alles gesagt, alles ausverhandelt“. Die drei Diplomaten aus den USA, Russland und der EU sollen dem Sicherheitsrat bis zum 10. Dezember eine Empfehlung über den künftigen Status der von den UN verwalteten serbischen Provinz geben. Er glaube nicht, dass das Kosovo schon am 10. Dezember selbstständig werde, sagte Ceku. Die Unabhängigkeit sei aber „ausgemachte Sache“.

An einer großen internationalen Konferenz vor dem 10. Dezember, wie manche Diplomaten sie vorschlagen, wollen die Kosovo-Albaner nach Cekus Worten nur dann teilnehmen, wenn sie zuvor klare Signale für ihre Unabhängigkeit erhalten.

Ein unabhängiges Kosovo werde alle Vorschläge zur Autonomie der Serben umsetzen, die im Bericht des finnischen UN-Vermittlers Martti Ahtisaari enthalten sind, sagte Ceku. Es werde zudem die NATO einladen, ihre Truppen im Lande zu belassen. Ein unabhängiges Kosovo baue auf alledem auf, was hier in den letzten acht Jahren unter UN- Verwaltung entstanden ist, sagte Ceku: „Wir haben ein Parlament, eine Regierung, funktionierende Institutionen, sogar einen ausgeglichenen Haushalt, der ohne fremde Hilfe auskommt.“

Als unabhängig könne sich das Kosovo dann fühlen, wenn es von den USA und einer beträchtlichen Anzahl von EU-Mitgliedsstaaten anerkannt werde, sagte Ceku. Dann werde sich eine Welle von Anerkennungen anschließen.