Vor allem für Männer die im Schlaf sprechen, kann solch ein Vorgehen deeskalierend wirken.

Doch immerhin nennt er, um Verwechslungen zu vermeiden, sein Hörgerät anders. So ist laut einer Umfrage der audibene Gmbh derzeit "Öhrchen" der beliebteste Kosename fürs Hörgerät. Danach kommen "Ohren" und "Lauscher". Brillen könnten angesichts dieser liebevollen Bezeichnungen schnell neidisch werden, werden sie noch höchstens "Glasbausteine" oder "Nasenfahrrad" genannt, nie aber "Äuglein" oder "Ungeputzi".

Mancher Mensch mag zwar verblüfft darüber sein, dass Hörgeräte überhaupt Kosenamen erhalten. Aber schließlich weckt das Hörgerät offenbar besonders große Gefühle. Hat doch sein Träger für das Gerät immer ein offenes Ohr, für seinen Partner dagegen nicht immer. Und daher ermöglicht vielleicht erst das Hörgerät eine störungsfreie Beziehung. Lässt es sich doch im Gegensatz zum natürlichen Hörvermögen ausschalten. Und dann überhört der Träger wenigstens manchmal, dass sein Partner schon wieder - mit diesem leicht vorwurfsvollen Unterton - "Schatz" ruft.