Brandenburgs Polizeipräsident Hans-Jürgen Mörke und der Woiwodschaftskommandant der Polizei Lodz, Andrzej Lapinski, unterzeichneten eine entsprechende Vereinbarung im Landeskriminalamt Eberswalde. Dort gibt es ein sogenanntes Cyber-Competenz-Center. Es befasst sich unter anderem mit der kriminaltechnischen Auswertung von Datenmengen und verschlüsselten Kommunikationstechniken.

Die Verbreitung von Schadsoftware, digitale Lösegelderpressungen, Kinderpornografie, die Nutzung des Internets für kriminelle Aktivitäten, wie Drogenhandel oder Terrorismus, sind Herausforderungen, denen sich die Polizei des Landes Brandenburg genauso stellen muss, wie die Polizei Polens. Im LKA Eberswalde verschaffte sich der Woiwodschaftskommandant, Andrzej Lapinski, einen Überblick über den Stand der Arbeit der Brandenburger Polizei im Cyber-Competenz-Center und im Kriminaltechnischen Institut.

Lapinski würdigte die Professionalität und das technische Potential im Brandenburger Cyber-Competenz-Center: "Auch wir werden in den nächsten Jahren unsere Ermittlungskapazitäten weiter ausbauen. Der Erfahrungsaustausch mit den Brandenburger Kollegen stellt dabei einen ganz besonderen Schwerpunkt für uns dar."

Lodz und Brandenburg werden dazu in den kommenden Jahren die seit 2012 bestehende Zusammenarbeit auch auf den Bereich der Bekämpfung der Internetkriminalität und der technischen Beweissicherung erweitern. Die gemeinsame Nutzung europäischer Finanzmittel steht dabei genauso im Mittelpunkt wie gegenseitige Hospitationen von Spezialisten in Spezialbereichen, die gemeinsame Bewertung neuer Tätermethoden und die gemeinsame Suche nach Bekämpfungsstrategien.