Bislang fehlten konkrete Vorschläge der Bundesregierung. "Ich erwarte Lösungen, wie der Bund helfen will - und zwar bei der Finanzierung der Unterbringung und Versorgung der Flüchtlinge."

Derweil lehnte Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier (CDU) Änderungen am bundesweiten Verteilungsschlüssel für Flüchtlinge ab. "Die Verteilung nach dem Königsteiner Schlüssel wurde aus gutem Grund gewählt. Danach erfolgen auch Finanzzuweisungen vom Bund an die Länder. Ich kann den Schlüssel jetzt nicht nur in dem einen Punkt verändern, weil derzeit die Zahl der Flüchtlinge so enorm steigt", sagte Caffier.

Zuvor waren aus Süddeutschland und aus Stadtstaaten wegen der dort zum Teil dramatischen Knappheit an Asylbewerberunterkünften Vorschläge gekommen, insbesondere Ost-Bundesländern mehr Flüchtlinge zuzuweisen. Für 2014 wird in Deutschland mit etwa 200 000 neuen Asylbewerbern gerechnet, 2015 mit 230 000.

Der Königsteiner Schlüssel wird nach Steuereinnahmen und Bevölkerungszahl der einzelnen Bundesländer berechnet. Danach müssen Nordrhein-Westfalen 21,2 Prozent und Bayern 15,2 Prozent der Flüchtlinge aufnehmen. Auf Mecklenburg-Vorpommern entfallen zwei Prozent.