Es bleibt danach auch bei den seit einer Woche diskutierten Leuchturmprojekten für Sport wie dem Bau einer Mehrzweckhalle am Luftschiffhafen und der Sanierung des Babelsberger Karl-Liebknecht-Stadions in Potsdam oder der Sanierung der Leichtathletikhalle in Cottbus, was vorher für Unmut in der CDU gesorgt hatte. Die Landeshauptstadt kommt am besten weg - sie erhält insgesamt rund 44 Millionen Euro. Der Kreis Elbe-Elster profitiert 11,7 Millionen Euro, der Kreis Spree-Neiße 10,7 Millionen Euro. "Potsdam ist nun eimmal mit Abstand größte Stadt im Land und Landeshauptstadt mit Ausstrahlung", sagte Platzeck dazu. Und die Sportstätten in Potsdam seien im Vergleich zu anderen Landesteilen in beklagenswertem Zustand. Bevor das Kabinett die mit den Kommunen abgestimmte Eingung besiegelte, nahm der Lausitzer CDU-Bundestagsabgeordnete Michael Stübgen, Chef der Landesgruppe der Union, seine Korruptionsvorwürfe an die Adresse der SPD zurück. "Es tut mir leid. Ich entschuldige mich dafür", sagte Stübgen, der die Zustände im SPD-geführten Brandenburg mit Bulgarien verglichen hatte, wo sich die "Ministerien wenigstens noch die Mühe machten, Korruption zu verschleiern". Platzeck akzeptierte die Entschuldigung, wies aber darauf hin, dass Stübgens Bulgarien-Vergleich auch gegenüber dem osteuropäischen Land "ungehörig" sei, zumal Stübgen Chef der deutsch-bulgarischen Parlamentierkommission und Träger eines bulgarischen Ritterordnens ist. Zugleich verteidigte Platzeck das Engagement von SPD-Landesministern als ehrenamtliche Präsidenten von Sportverbänden und Sportvereinen. "Es ist auch aus gesamtgesellschaftlicher Sicht ehrenwert. Es ist Ehrenamt, es ist Arbeit", sagte Platzeck. "Natürlich" sei "Brandenburg nicht Bulgarien", distanzierte sich auch CDU-Fraktionschefin Saskia Funck von dem Stübgen-Vergleich. Funck begrüßte zugleich den Kompromiss um die Konjunkturmillionen: Es sei auch dem Druck der CDU zuzuschreiben, dass die Kommunen mehr Geld selbst verteilen dürfen. Dass zugleich Geld für die Elitesportförderung ausgegeben werde, sei für ein Sportland "richtig", betonte Funck. Aus dem Konjunkturpaket II für Brandenburg sollen im ganzen Land Schulen, Hochschulen, Kitas und Krankhäuser modernisiert sowie Infrastrukturprojekte gefördert werden. Kommentar