Eine solche Initiative sei gegenwärtig nicht vorgesehen, antwortete der CDU-Politiker auf eine parlamentarische Anfrage. Es gebe keinen Grund, der einen derartigen Eingriff rechtfertigen könnte.
Außerdem würde dies der im Koalitionsvertrag vereinbarten Stärkung der kommunalen Selbstverwaltung sowie dem Ziel des Abbaus von Normen und Standards widersprechen, betonte Jörg Schönbohm.
Die SPD-Abgeordnete Barbara Hackenschmidt hatte die Einführung von Bio-Urnen gefordert. Die derzeit in den Krematorien verwendeten Aschekapseln blieben auch noch nach 15 Jahren unverändert, sagte Hackenschmidt. Somit bestehe das Problem, dass die Urnen zu diesem Zeitpunkt wieder ausgegraben werden müssten.
Die Errichtung und der Betrieb von Friedhöfen sei nach dem Brandenburgischen Bestattungsgesetz eine Selbstverwaltungsaufgabe der Kommunen, erklärte Minister Schönbohm. Diese könnten in ihren geltenden Satzungen die Verwendung umweltfreundlicher und biologisch abbaubarer Materialien für Urnen vorschreiben. In der Regel werde nach Ablauf der Ruhezeit auf den Friedhöfen die Asche aus den Urnen der Erde übergeben.
(dpa/kk)