Nach einer Umfrage in den Rathäusern planen die Großstädte in diesem Jahr Millionenausgaben für das Beseitigen von Straßenschäden. Dresden hat 1,3 Millionen Euro veranschlagt, Chemnitz 500 000 Euro. Die Stadt Leipzig lässt sich die Straßenunterhaltung 5,3 Millionen Euro kosten.

Nach den Worten der Dresdner Stadtsprecherin Sigrun Harder entsprechen die bisher erkennbaren Schäden denen eines normalen Winters. Allerdings rechnet sie mit einer Verschärfung der Situation. "Wir haben erst eine Frost-Tau-Periode mit vorherigem heftigen Regen erlebt. Insofern sind die Schäden sehr zeitig entstanden."

Schon heute sei absehbar, dass die eingestellten finanziellen Mittel nicht ausreichen werden. Harder hat in diesem Punkt nur eine gute Botschaft zu verkünden: Straßensperrungen wegen Schlaglöchern gab es bisher nicht. Gleiches gilt für Leipzig und Chemnitz.

Auch diese beiden Städte wollen lieber erst nach dem Winterende Bilanz ziehen. Leipzig sieht derzeit keine Schäden von "ungewöhnlichem Ausmaß". Bei dem momentanen Frost ruhen aber hier wie anderswo die Ausbesserungsarbeiten. Für eine Asphaltierung sind mindestens fünf Grad über Null und Trockenheit erforderlich. Dabei gilt in der Regel eine Prioritätenliste. Zuerst kommen jene Straßen dran, die das Hauptnetz ausmachen. Wenn Autos Schaden nehmen, bleiben Besitzer oft auf Kosten sitzen, erklärt der Dresdner Verkehrsrechts-Fachanwalt Tim Küchenmeister. Die Kommunen würden sich mit Warnschildern vor Regressforderungen schützen.