Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) und Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) haben sich auf eine bundesweite Regelung für das umstrittene Fracking aus tiefen Gesteinsschichten geeinigt. Der Entwurf beinhaltet strenge Auflagen. So sieht das Papier ein generelles Verbot für Wasserschutzgebiete und Umweltverträglichkeitsprüfungen vor.

Bei der neuen Fördertechnik wird mit hohem Druck unter Einsatz von Wasser, Sand und Chemikalien das Gestein aufgebrochen, sodass eingeschlossenes Gas entweichen kann. Laut Umweltbundesamt ließe sich mit dem Schiefergasvorkommen in der Bundesrepublik der deutsche Gasbedarf für 13 Jahre decken.

"In Amerika wird das in menschenleeren Gegenden gemacht", sagte Altmaier am Dienstag in Berlin. In den USA hat das Gas-Fracking die Energiepreise stark sinken lassen. Altmaier hatte zuletzt immer wieder betont, dass er für die Fördertechnik in Deutschland nur wenig Chancen sehe, da die Bundesrepublik zu dicht besiedelt sei. "Uns sind in Brandenburg keine Lagerstätten bekannt", sagte der Präsident des Landesbergamtes, Klaus Freytag. "Uns liegen auch keine Fracking-Anträge vor", sagte er weiter. Ein ähnliches Bild in Sachsen: "Uns sind keine Gebiete bekannt, die für eine Erdgasgewinnung durch Fracking geeignet wären", sagte der Leiter des Oberbergamtes, Bernhard Cramer, der RUNDSCHAU. Politik Seite 6