Immer wieder wies er der Regierung Verschwendung von Steuergeldern nach und forderte strengere Maßstäbe – pikanterweise auch bei der Bewilligung von Reisekosten für Beamte. Bei seinen eigenen Reisekostenabrechnungen nahm es Arnulf Hülsmann offenbar nicht so genau. In über 200 Fällen soll er Reisekosten überhöht oder sogar doppelt abgerechnet haben – zu Lasten der Steuerzahler.
Auch wenn bis zu einer gerichtlichen Verurteilung die Unschuldsvermutung für ihn zu gelten hat: Die Vorwürfe sind zu massiv, als dass er bis zur gerichtlichen Klärung in Amt und Würden bleiben könnte, als wäre nichts geschehen. Hülsmann hat nicht irgendein Amt inne, sondern er muss über die sparsame und rechtmäßige Verwendung öffentlicher Mittel wachen. Das geht aber nicht mehr, da seine Glaubwürdigkeit als zweithöchster Kassenprüfer Brandenburgs schwer erschüttert ist.