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Kolumbien ringt um abgelehnten Friedensvertrag mit Farc

Bogotá. Jetzt ist Verhandlungsgeschick gefragt: Nach der Ablehnung des historischen Friedensabkommens zwischen der kolumbianischen Regierung und der linken Farc-Guerilla in einer Volksabstimmung müssen die Unterhändler nachsitzen. In neuen Gesprächen soll der Vertrag nachgebessert werden. dpa/uf

Präsident Juan Manuel Santos schickte die Regierungsdelegation nach Kuba, um mit der Farc-Führung über die nächsten Schritte zu beraten.

In Bogotá traf sich der Staatschef am Montag mit Vertretern der politischen Parteien, um die Lage zu sondieren. "Wir unterstützen die Entscheidung, eine Kommission zu gründen und einen nationalen Dialog mit allen Sektoren zu eröffnen", sagte Senatspräsident Mauricio Lizcano.

Die treibende Kraft hinter dem Nein zu dem Friedensabkommen - das Centro Democrático - des ehemaligen Präsidenten Álvaro Uribe blieb dem Treffen fern. Die rechte Partei versicherte allerdings, offen für Gespräche über eine Neuverhandlung des Vertrags zu sein.

Die Farc-Rebellen kündigten an, zunächst an der Waffenruhe festzuhalten. "Die Farc stehen treu zu dem, was wir beschlossen haben", sagte Farc-Chef Rodrigo "Timochenko" Londoño in Havanna.