Die Meinungen zur Zukunft des Lausitzer Braunkohlebergbaus gehen zwischen Brandenburg und Berlin weit auseinander. Während die Hauptstädter wollen, dass mit der Kohle bald Schluss ist, wollen die meisten Brandenburger Abgeordneten die Bergbau- und Kraftwerksjobs möglichst lange erhalten.

Im Januar hatte das Berliner Abgeordnetenhaus beschlossen, die gemeinsame Landesplanungskonferenz einzuberufen, um den Erweiterungstagebau Welzow-Süd II zu hinterfragen. Die Brandenburger luden die Berliner deshalb in die Lausitz ein. Doch die widerstreitenden Positionen schlagen schon im Vorfeld Wellen. Während die bisherige Planung der Brandenburger den aktiven Tagebau Welzow-Süd, das Seenland und das umgesiedelte Geisendorf ansteuern will, zieht es die Berliner auch an die Einleitungsstelle des Grubenwassers aus Welzow-Süd und zum Firmenverbund Proschim, einem erklärten Hort des Widerstandes gegen den neuen Tagebau. "Wir wollen keine Werbeveranstaltung, sondern pro und contra", sagt Manuel Heide (CDU), Chef des Berliner Umweltausschusses.

Heide Schinowsky, für die Grünen im Brandenburger Wirtschaftsausschuss, hofft noch auf eine Einigung. In der nächsten Woche soll der endgültige Tourplan verschickt werden.