Die Bundesregierung werde dafür sorgen, dass in Regionen wie der Lausitz oder dem Mitteldeutschen Revier am Ende nicht weniger, sondern mehr Arbeitsplätze vorhanden seien. „Wir werden dafür sorgen, dass die Lausitz eine Energieregion bleibt, in der auch in Zukunft Energie aus erneuerbaren Quellen, aus Gas, aus anderen Quellen produziert wird, in der Forschung und Entwicklung möglich ist. Das ist unsere gemeinschaftliche Verantwortung.“ Altmaier bekannte sich zugleich zu den Klimaschutzzielen der Bundesregierung.

Auf Druck vor allem der ostdeutschen Kohleländer soll sich die Kommission noch einmal vertieft um den Strukturwandel in den betroffenen Regionen kümmern, bevor ein Plan für den Kohleausstieg festgezurrt wird. Die Regierung will deswegen die Arbeit des Gremiums bis Januar verlängern, wie es am Mittwoch aus Kommissionskreisen hieß. Die Kohleländer Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt hatten Nachbesserungen bei Strukturmaßnahmen gefordert.

Die Kommission wollte eigentlich kommenden Mittwoch ihre Arbeit abschließen und ein Gesamtpaket mit Details zu Strukturwandel, Abschaltungen von Steinkohle- und Braunkohlekraftwerken bis 2022 und einen Ausstiegsplan inklusive Enddatum vorlegen. Erst vergangene Woche hatten die vier Vorsitzenden der Kommission mitgeteilt, man strebe ein Ergebnis schon bis 28. November und damit früher als geplant an. Laut Mandat hat die Kommission bis Ende des Jahres Zeit für ihren Abschlussbericht.

Streit um Strukturwandel Kohlekommission bekommt mehr Zeit

Cottbus

Diskussion um Braunkohleausstieg trübt Aussichten Lausitzer Unternehmen Industrie fordert sicheren Strom

Senftenberg/Ortrand