Von der Deutschen Einheit und der europäischen Einigung" an die Ereignisse im Dezember des Jahres 1989 erinnern.

Kohls Rede vor Zehntausenden Menschen auf dem Neumarkt gipfelte damals in dem Satz: "Mein Ziel bleibt - wenn die geschichtliche Stunde es zulässt - die Einheit unserer Nation". In seinen Memoiren nannte der heute 84-jährige CDU-Politiker sie später "eine der schwierigsten, wenn nicht die schwierigste Rede überhaupt in meinem Leben". Bis dahin sei er davon ausgegangen, dass es bis zur Einheit noch mehrere Jahre dauern werde.

"Wir wollen vergegenwärtigen, dass die Deutsche Einheit keine Selbstverständlichkeit war", schreibt der frühere Präsident des Europäischen Parlaments und Vorsitzende der Konrad-Adenauer-Stiftung, Hans-Gert Pöttering, in seinem Einladungsschreiben. Sie habe der festen Einbettung in den europäischen Einigungsprozess bedurft.

Die Festrede im Dresdener Albertinum, nur wenige Schritte von der im Jahr 2005 wiederaufgebauten Frauenkirche entfernt, wird der frühere österreichische Bundeskanzler Wolfgang Schüssel halten. Kohl selbst wird zum Abschluss ein Dankwort sprechen. Schirmherr der Veranstaltung mit rund 600 geladenen Gästen ist der sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU).