SPD-Generalsekretär Klaus Ness warf der Union vor, die Öffentlichkeit über ihren Kurs zu täuschen. Inzwischen sei klar, dass CDU und PDS trotz gegenteiliger Beteuerungen der CDU-Führung eine "institutionelle Zusammenarbeit" anstrebten, sagte Ness gestern.
Der CDU-Landesvorsitzende Jörg Schönbohm wies den Vorwurf umgehend zurück. Eine Listenvereinbarung zwischen seiner Partei und der Linkspartei.PDS werde er nicht mittragen, sagte der Innenminister. Es sei normal, dass sich der Cottbuser Spitzenkandidat des Wahlbündnisses, Holger Kelch (CDU), mit den Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung treffe.
Zuvor hatten Vorstand und Stadtverordnetenfraktion der Cottbuser PDS am Montagabend in einer Sitzung, an der auch Kelch teilnahm, eine Listenvereinigung vorgeschlagen. Darüber sollen die Mitglieder der PDS heute abstimmen. Entweder Schönbohm oder Kelch habe hier "geflunkert", meinte Ness. In Cottbus werde ein "unerträglicher Machtkampf" geführt, um Kelch als OB-Kandidaten durchzusetzen. "Der ganze Vorgang muss einem schon große Sorgen machen." Es gebe "hohen Erklärungsbedarf". (dpa/mb)