„Da kann man nicht wirklich sagen, dass das der Ausstieg aus der Kohle ist. Das ist ein relativ bescheidener Beitrag“, sagte Gabriel am Donnerstag im Bundestag.

Er wolle keine „Strukturabbrüche“ in den Kohle-Revieren, selbst wenn es nur um 10 000 Arbeitsplätze gehen sollte. Die Menschen vertrauten darauf, dass sie nicht einfach durch politische Entscheidungen in die Arbeitslosigkeit geschickt würden. Er sei sich mit den Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und Sachsen - Hannelore Kraft (SPD), Dietmar Woidke (SPD) und Stanislaw Tillich (CDU) - sowie den Gewerkschaften einig, dass es nicht zu „Dominoeffekten“ bei der Braunkohle kommen dürfe. Ein gleichzeitiger Ausstieg aus Atom- und Kohlekraft komme nicht infrage.

Gabriels Pläne, ältere Kohle-Kraftwerke zu belasten, hatten in den vergangenen Tagen eine Welle der Empörung ausgelöst. Rund 4000 Vattenfall-Mitarbeiter aus Brandenburg und Sachsen protestierten am Mittwoch am Tagebau Jänschwalde dagegen.