"Zumindest für die Vorstufe eines Abkommens." Ausgerechnet die von Umweltschützern oft als "Kohle-Kanzlerin" verspottete Angela Merkel hat den Klimaschutz zum Gipfelthema gemacht. Klimaschützer aus allen G7-Ländern fordern: "Beendet das fossile Zeitalter."

Die Umweltschützer wittern Morgenluft: "Erstmals überhaupt ist 2014 der Kohlesektor in China nicht mehr größer geworden", sagt Münchmeyer. Für 2015 gebe es sogar erste Anzeichen für einen leichten Rückgang.

Umweltschützer vergleichen die Situation mit der vor einem Jahrzehnt. Damals wollte sich der G7-Gipfel im schottischen Gleneagles mit mutigen Schritten zum Klimaschutz hervortun, ein Jahr später hatte der "Stern-Report" des britischen Ökonomen Nicholas Stern auch Zweifler zum Nachdenken gebracht, weil erstmals fundiert die drastischen wirtschaftlichen Auswirkungen des Klimawandels vorgerechnet wurden. Einschneidende Reformen auf der Klimakonferenz in Kopenhagen 2009 scheiterten dann jedoch am Widerstand der weltweit größten Klimasünder, den USA und China.

"Wir erwarten vom G7-Gipfel eine klimapolitische Vision", sagt der Umweltschützer. Diese könnte beinhalten, dass langfristig ein Verzicht auf fossile Energieträger festgeschrieben wird. "Die G7 sollte ein starkes Signal an Investoren setzen, dass das fossile Zeitalter dem Ende entgegengeht", sagt Christoph Bals, politischer Geschäftsführer der Umweltorganisation Germanwatch. Tatsächlich beginnt auch in der Wirtschaft ein Umdenken.