Im Anschluss wird sein prämiertes Stück mit dem Titel "Jenny Jannowitz" aufgeführt. Der Preis ist mit 7500 Euro dotiert und wird zum 19. Mal vergeben. Bereits vor der Verleihung eröffnet das Kleist-Museum die Ausstellung "Würfel, Karten, Lotto. Spiele mit dem Glück 1800" und beleuchtet die Verlockungen des Glücksspiels zu der Zeit - denn Zocken war auch damals möglich.

Die Veranstalter der Festtage, das Kleist-Museum Frankfurt (Oder) und das Kleist Forum, haben sich auch wegen der literarischen Verbindung des Schriftstellers mit dem Glücksspiel für das Thema entschieden: Kleist - der 1777 in Frankfurt (Oder) geboren wurde - benutzte in seinen Briefen mit Vorliebe Glücksspiel-Metaphern und schrieb darüber hinaus eine Lotterie-Satire. Das 4. Wissenschaftliche Kolloquium am Freitag trägt deshalb auch den Namen: "Mein Alles hab' ich an den Wurf gesetzt. Spiele um das Glück in den Werken Heinrich von Kleists und seiner Zeitgenossen". Junge Forscher werden bei dem Gespräch ihre Ergebnisse vorstellen. Passend zum Thema liest der Filmregisseur Andreas Dresen am Samstag aus dem Gesprächsbuch "Glücks Spiel" im Kleist-Museum. Im Anschluss zeigt die Künstlerin Bridge Markland mit Handpuppen und Popmusik Kleists "Der zerbrochene Krug" als Ein-Frau-Theater-Stück. Das viertägige Programm bietet auch Führungen, Workshops, Lesungen und Angebote für Kinder.