Bildergalerie Kleinparteien bei der Europawahl

Seit 1981 setzt sich die vor allem im Saarland starke Familienpartei für die Rechte von Familien, aber auch getrennt lebenden Eltern und Alleinerziehenden ein. 2014 gewann sie erstmals ein Mandat im Europaparlament. Arne Gericke ist aber 2017 nach Streit mit der Parteiführung zu den Freien Wählern gewechselt.
© Foto: Familien-Partei | LR
Die 1993 gegründete Tierschutzpartei gehört zu den erfolgreichsten Kleinparteien in Deutschland. 2014 schaffte sie es erstmals, einen Platz im Europaparlament zu holen. Der Abgeordnete trat dann aber wegen Differenzen aus der Partei aus.
© Foto: Tierschutzpartei | LR
Ihre große Zeit hatte die Piratenpartei 2011 und 2012 mit Wahlergebnissen um die acht Prozent in einigen Bundesländern. Danach ging es nach zahllosen Personaldebatten allerdings stetig bergab. Unter dem Motto „Save your Internet“ treten die Piraten zur Europawahl gegen Upload-Filter und für Transparenz an.
© Foto: Piratenpartei | LR
Das Satire-Projekt der Titanic-Redaktion hat eine erstaunliche politische Karriere hingelegt. Mit Martin Sonneborn sitzt ein Kandidat der Partei seit 2014 im Europaparlament. Die weiteren Namen auf dem Wahlzettel lassen erahnen, wie ernst es „Die Partei“ mit der Politik nimmt: Krieg, Göbbels, Speer, Eichmann, Heß ...
© Foto: Die PARTEI | LR
Die 1997 gegründete Partei fordert Volksabstimmungen nach Schweizer Vorbild. Zwischenzeitlich wurde die nationalkonservative Gruppe in NRW vom Verfassungsschutz beobachtet. Sie will ein „Europa der Vaterländer“.
© Foto: Demokratie durch Volksabstimmung | LR
Die Ökologisch-Demokratische Partei ist seit 1982 der eher konservative Ableger der Öko-Bewegung und vor allem in Bayern stark. In Europa will die ÖDP, die aktuell einen Abgeordneten in Brüssel hat, eine ökologisch-soziale Wirtschaftsordnung.
© Foto: ÖDP | LR
Die Europawahl macht es möglich. Endlich können auch Lausitzer mal die Bayernpartei wählen. Deren Forderung nach bayerischer Eigenstaatlichkeit könnte manchen Preußen gefallen.
© Foto: Bayernpartei | LR
Die Partei „Tierschutz hier“ ist aus der Tierschutzpartei hervorgegangen und will sich vom Richtungsstreit in dieser abgrenzen. Die in NRW starke Gruppe hat sich den Zusatz „das Original“ gegeben.
© Foto: Tierschutz hier | LR
Das C in „Bündnis C“ steht für Christen und die Kooperation mehrerer kleiner christlicher Parteien wie den Bibeltreuen Christen. Im Zentrum ihres Programms steht die Bibel,  Abtreibungen oder Sterbehilfe werden abgelehnt. Die EU soll Jerusalem „als ungeteilte Hauptstadt Israels“ anerkennen.
© Foto: Bündnis C | LR
Das „Bündnis für Innovation und Gerechtigkeit“ wurde 2010 in NRW von Muslimen gegründet. Es versteht sich nicht als islamische Partei, soll aber der türkischen Regierungspartei AKP nahestehen. BIG setzt sich für eine „multikulturelle und plurale Gesellschaft“ ein.
© Foto: BIG | LR
Die Grundeinkommenspartei setzt sich seit 2016 genau für dieses Thema ein: die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens. Andere Themen sind explizit nicht Gegenstand der Partei, daher steht es den Mitgliedern frei, sich zu anderen Themenbereichen in anderen Parteien zu engagieren.
© Foto: Bündnis Grundeinkommen | LR
Die Direkte ist gerade einmal ein halbes Jahr alt. Studenten haben die Partei in Erfurt gegründet und setzen sich dafür ein, dass Bürger bei Entschlüssen in Brüssel mitdiskutieren können.
© Foto: Demokratie Direkt | LR
„Demokratie in Europa - DiEM25“ ist eine gesamteuropäische Bewegung verschiedener Parteien, die sich gegen den Rückfall in die Nationalstaatlichkeit einsetzen. Dazu soll es einen „Europäischen New Deal“ und eine neue Europa-Verfassung geben.
© Foto: Demokratie in Europa | LR
Die Tierschutz-Allianz, 2013 in Magdeburg gegründet, ist ein weiterer Ableger der Tierschutzpartei, hervorgegangen aus einem Führungsstreit. Neben Tierschutz fordert die Partei eine Senkung des Wahlalters und ein Verbot der Prostitution.
© Foto: Tierschutzallianz | LR
Die Grauen Panther sind eine von zwei Nachfolgegruppen der 2008 wegen einer Spendenaffäre aufgelösten Grauen Partei. Sie sehen sich als „Partei aller Generationen“. In Europa sollen Steuern und Gesetze vereinheitlicht werden.
© Foto: Graue Panther | LR
Die Partei „LKR - Bernd Lucke und die Liberal-Konservativen Reformer“ ist der dritte Versuch des gescheiterten AfD-Gründers, eine Partei in seinem Sinne zu leiten. Die EU soll – nach dem Willen der LKR – Rechte an die Staaten zurückgeben.
© Foto: Bernd Lucke & LKR | LR
Die Grauen haben sich 2017 in Berlin gegründet. Auch sie berufen sich auf die Gründerin der Grauen Partei, Trude Unruh, setzen allerdings nicht nur auf Senioren-Politik. In Europa sollen unter anderem wieder „dauerhafte Grenzkontrollen“ eingeführt werden. Anderen Parteien werfen die Grauen „Käuflichkeit“ vor.
© Foto: Die Grauen | LR
Die Violetten setzen sich für eine spirituelle Politik ein, die in Liebe, Toleranz und Verantwortung handelt. In Europa soll es neben der Kommission eine kontrollierende Vertretung der Nationen, Länder und Regionen mit ständigem Sitz in Straßburg geben. Entwicklungshilfe soll ausgebaut, Auslandseinsätze beendet werden.
© Foto: Die Violetten | LR
Die „Europäische Partei Liebe“ ist eine Neugründung. Die Partei will Liebe und Respekt in den Mittelpunkt des politischen Handelns setzen. Die Integration innerhalb der EU soll ausgebaut, Werte erhalten werden. Familien sollen geschützt und die Erfahrung älterer Menschen genutzt werden.
© Foto: EPL | LR
Die Feministische Partei setzt sich seit 1995 für die politischen Interessen der modernen Frauenbewegung ein. Von der Europapolitik fordert die Partei eine Umgestaltung der europäischen Institutionen mit mehr Macht für das Parlament. Dort soll es eine Frauenquote entsprechend des Bevölkerungsanteils geben.
© Foto: Die Frauen | LR
Die „Partei für die Tiere“ will Grundrechte der Tiere im Grundgesetz verankern. Im Europaprogramm stehen Sätze wie „Nur vegan ist human!“. Konkret fordert die Partei die Abschaffung der Mehrwertsteuer auf vegane Produkte und ein Verbot der Hobbyjagd.
© Foto: Partei für die Tiere | LR
Die „Partei für Gesundheitsforschung“ kämpft gegen Alterskrankheiten wie Krebs, Herzinfarkt oder Alzheimer. Um älteren Menschen ein besseres Leben zu ermöglichen, soll Medizinforschung ausgebaut werden.
© Foto: Partei für Gesundheitsforschung | LR
Die Partei „Menschliche Welt“ hat sich dem „Wohl und Glücklichsein aller" verschrieben. Parteivorsitzender ist der Yogamönch Dada Madhuvidyanada.Im Europaprogramm werden der Stopp von Waffenexporten und der Abzug aller US-Truppen aus der EU gefordert.
© Foto: Menschliche Welt | LR
Die „Neue Liberale“ hat sich 2013 aus frustrierten FDP-Mitgliedern vor allem in Hamburg gebildet. Sie setzen sich für die Gründung einer Europäischen Republik nach dem Vorbild der Bundesrepublik Deutschland ein. Zusätzlich soll die Rolle von Bürgerinitiativen gestärkt werden.
© Foto: Neue Liberale | LR
Die Ökologische Linke hat sich 1991 unter dem Namen ÖkoLinx als Alternative zum realpolitischen Kurs der Grünen gebildet. Die Partei bezeichnet sich selbst als „radikalökologisch“ und fordert eine „Enteignung und Auflösung der Rüstungsindustrie“.
© Foto: ÖkoLinx | LR
Die „Partei der Humanisten“ wurde 2014 in Berlin gegründet. Sie fordert eine Säkularisierung des Staates, die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens und eine Legalisierung von Rauschmitteln wie Cannabis.
© Foto: Die Humanisten | LR
„Volt“ ist eine gesamt-europäische Bewegung, die 2017 als Reaktion auf steigende populistische Tendenzen sowie den Brexit gegründet wurde. Sie fordert unter anderem eine tiefgreifende Reform der EU mit eigener Regierung, gesamteuropäischen Parteien und einem Mindesteinkommen.
© Foto: Volt | LR
Bildergalerie / 17. Mai 2019, 18:48 Uhr