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Kleinkinder und Mann tot entdeckt - Familientragödie vermutet

Ein Polizeiwagen steht am 16.10.2016 in Wedel (Schleswig-Holstein) vor einem Haus, in dem zwei tote Kinder aufgefunden wurden. Ein Sprecher der Polizei Bad Segeberg sprach von einer „Familientragödie“, eine Mordkommission ermittelt.
Ein Polizeiwagen steht am 16.10.2016 in Wedel (Schleswig-Holstein) vor einem Haus, in dem zwei tote Kinder aufgefunden wurden. Ein Sprecher der Polizei Bad Segeberg sprach von einer „Familientragödie“, eine Mordkommission ermittelt. FOTO: Bodo Marks (dpa)
Wedel/Hamburg. Ermittlern bietet sich ein schreckliches Bild: Nahe Hamburg finden sie die Leichen zweier Kinder. Nicht weit entfernt wird ein toter Mann entdeckt. Die Polizei spricht von einer Familientragödie. dpa

Vieles deutet auf eine Familientragödie: Die Leichen von zwei Kleinkindern und einem Erwachsenen sind am Sonntag im Raum Hamburg entdeckt worden. Wie eine Sprecherin der Polizei mitteilte, waren erst der Junge und das Mädchen in einem Haus in Wedel westlich der Hansestadt gefunden worden. Eine Mordkommission ermittelt. Im nahen Hamburger Stadtteil Rissen wurde wenig später die Leiche eines Mannes entdeckt, der nach Angaben der Hamburger Polizei Suizid begangen hat. Medienberichten zufolge soll der Mann erst seine Kinder und dann sich selbst getötet haben. Ein Sprecher der Polizei Bad Segeberg sprach von einer „Familientragödie“, bestätigte allerdings einen Zusammenhang der Leichenfunde zunächst nicht.

„Es ist ein sehr trauriges Bild“, sagte der Polizeisprecher über die Szene, die sich den Ermittlern bot. Dass es sich beim Toten in Hamburg um den Vater der Kinder handelt, bestätigte die Polizei zunächst nicht. Zur Mutter der Kinder machte die Polizei ebenfalls keine Angaben.

Die toten Kinder sind nach Polizeiangaben ein Junge und ein Mädchen. Sie seien beide noch sehr jung gewesen. Die Mordkommission ermittelt, die Spurensicherung war im Einsatz. „Wir haben noch nicht alle Familienangehörigen erreicht“, sagte der Sprecher am Nachmittag.

Fundort der Kinderleichen war laut Polizei das Wohnhaus der Eltern. Das Einfamilienhaus steht in einer ruhigen, beschaulichen Wohngegend. Unweit vom Tatort entfernt fuhren am Nachmittag Jugendliche mit ihren Skateboards über die Straße. Nachbarn kamen vorbei und wollten angesichts von Polizei, Kamerateams und Reportern wissen, was los ist.

Vor dem alleinstehenden Haus direkt am Waldrand war am Sonntagmittag außer einem Polizeiwagen zunächst wenig zu sehen. Hohe Büsche verwehrten einen genaueren Blick in das Haus und den Garten. Immer wieder betraten und verließen Ermittler das Gebäude. Die Straße - eine Sackgasse - war zunächst mit rot-weißem Flatterband abgesperrt.