Nun darf mit Spannung verfolgt werden, ob das wohl größte Projekt dieser Legislaturperiode den Landtag wie geplant passiert. Der Streit um den Kreissitz in Borna oder Grimma, Machtkämpfe der Ressortchefs Tillich (Umwelt), Orosz (Soziales) und Jurk (Wirtschaft), die viele Federn lassen mussten, sowie eine drohende Klage Torgaus gehören zu den Fallen auf dem Weg.
Dabei sind die Reformen nur ein kleiner Schritt. Dass nur 569 von 90 000 Stellen beim Land wegfallen und der Ruf nach Großkreisen laut wurde, sind nur zwei Indikatoren dafür, dass wesentlich mehr Einschnitte möglich wären. Doch den Mut hat die Regierung weder gewagt noch gewollt. Die nächsten Schritte - etwa eine Gemeindegebietsreform - sind nun nur eine Frage der Zeit.