Aus dem Politiker ist ein Befehlsempfänger geworden: Als Reservisten im Rang eines Oberleutnants zur See absolvierten Schröter und sein Mecklenburger Kollege Lorenz Caffier (CDU) eine Wehrübung - schlafen in der Kaserne, essen in der Truppenküche.

"Es geht um die Wertschätzung gegenüber der Bundeswehr, nicht nur wenn es ums Hochwasser geht", sagt Caffier. Und es ging um Soldaten, deren Dienstzeit zu Ende geht: Können sie in den Landesdienst übernommen werden?

Die Minister besuchten die Feldjäger - und waren beeindruckt von deren Polizeiausbildung. "Wenn wir im Land mehr Polizisten brauchen, sind Leute, die zuvor bei den Feldjägern gedient haben, und dann in das normale Berufsleben zurückkehren, natürlich eine interessante Perspektive", sagte Schröter.

Doch braucht es für einen derartigen Besuch eigentlich eine Uniform? "Wir haben uns ins Glied eingereiht", sagte Schröter. "Die Uniform hilft, Demut zu erleben." Um dann wenige Minuten später zu ergänzen: "Ich bin stolz, die Uniform eines Marineoffiziers zu tragen!" Und Schröter kündigte an, sicher nicht die letzte Wehrübung absolviert zu haben. Weswegen für Brandenburgs Innenminister auch die Streifen eines Kapitänleutnants der Reserve noch im Bereich des Möglichen sind. Kleider machen schließlich Leute.