In Brandenburg sind im kommenden Jahr fünf weitere Jugendberufsagenturen mit einem speziellen Angebot für junge Leute geplant. Zum 1. Januar sei je eine Eröffnung in Cottbus sowie den Kreisen Oberspreewald-Lausitz, Elbe-Elster sowie Dahme-Spreewald vorgesehen, teilte ein Sprecher der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Arbeitsagentur mit.

Von Mitte März 2016 an soll es auch im Kreis Teltow-Fläming eine Jugendberufsagentur geben. In Frankfurt (Oder) sind die Erfahrungen der vor einem Jahr eröffneten Agentur laut Koordinatorin Annett Genz positiv.

Die Jugendberufsagenturen sollen den Arbeitslosen kurze Wege und gebündelte Beratung aus einer Hand bieten sowie mit ihnen konkrete Ziele und Aktivitäten vereinbaren. Verschiedene Einrichtungen wie Jobcenter, Jugendamt und Agentur für Arbeit arbeiten deshalb meistens unter einem Dach zusammen.

Neben Frankfurt (Oder) wurde in diesem Jahr auch eine derartige Einrichtung in der Prignitz eröffnet. Die Stadt Brandenburg/Havel will ihre Agentur im April 2017 eröffnen, und im Kreis Märkisch-Oderland sind Gespräche geplant. "Früher wurden die jungen Leute zu den Ämtern quer durch die Stadt geschickt. Dabei sind sie uns oft verloren gegangen", berichtet Genz. Jetzt, wo alle Beteiligten unter einem Dach sitzen, seien die Wege deutlich kürzer. Auch sei es durch gemeinsame Gespräche an einem Tisch nun nicht mehr möglich, die Behörden untereinander auszuspielen, was ebenfalls in der Vergangenheit vorgekommen sei.

In der Oderstadt sind laut Agentur für Arbeit derzeit rund Hundert 15- bis 25-Jährige arbeitslos. Das ist eine Quote von 5,5 Prozent. Als die Jugendberufsagentur im April offiziell eröffnet wurde, war die Quote noch fast doppelt so hoch (10,6 Prozent). Allerdings hat inzwischen ein neues Ausbildungsjahr begonnen, das vielen Jugendlichen eine Stelle gebracht hat.