"Es steht für Weltoffenheit und Toleranz", sagte der Regierungschef gestern bei der feierlichen Eröffnung im Großen Haus des Staatstheaters. "Das Festival ist offen für die europäische Filmkultur und dabei fest verwurzelt in Brandenburg." In vier Spielstätten werden bis Samstag mehr als 100 Streifen aus 23 Ländern Mittel- und Osteuropas vorgestellt.Zur Eröffnung stand am Abend der Stummfilm "Der fremde Vogel - Eine Liebestragödie im Spreewald" aus dem Jahr 1911 auf dem Programm. Die damalige Stummfilm-Diva Asta Nielsen spielt den "fremden Vogel", den es in den Spreewald verschlägt und damit geradewegs in die Arme eines einheimischen Fischerburschen. Dieser Streifen gehört zum Festivalangebot der sorbischen Minderheit in der Lausitz.

Im Wettbewerb Spielfilm sind zehn Streifen aus acht Ländern nominiert und im Wettbewerb Kurzspielfilm zwölf Beiträge. Länderschwerpunkt sind Bulgarien und Rumänien, die am 1. Januar 2007 der EU beitreten. Festivaldirektor Roland Rust wies darauf hin, dass in Cottbus viele preisgekrönte Filme junger Regisseure aus beiden Balkanstaaten gezeigt werden.

Bei einem filmwirtschaftlichen Forum tauschen Produzenten und Regisseure am Donnerstag und Freitag ihre Erfahrungen aus. Ein umfangreiches Rahmenprogramm rundet des Filmfest in der Stadt ab. Die besten Beiträge werden am Samstagabend mit Preisen im Gesamtwert von 56 500 Euro geehrt. Hauptförderer sind das Land Brandenburg, die Medienboard Berlin-Brandenburg GmbH und die Stadt Cottbus.

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