Die Potsdamer Staatsanwaltschaft hatte im März die Ermittlungen eingestellt. Der Are stehe als Verein kein Recht auf einen Klageerzwingungsantrag zu, hieß es jetzt zur Begründung beim OLG (Az.: 1 Ws 111/08).
Das Land hatte sich vor Ablauf einer Verjährungsfrist am 2. Oktober 2000 in rund 10 200 Fällen anstelle unbekannter Erben als Eigentümer von Bodenreformland in Grundbücher eintragen lassen oder dies beantragt (die RUNDSCHAU berichtete). In einem Urteil vom Dezember 2007 bezeichnete der Bundesgerichtshof diese Praxis als "sittenwidrig". Der objektive Tatbestand der Veruntreuung sei zwar erfüllt, Ansätze für eine vorsätzliche Handlung hätten sich aber nicht ergeben, hieß es zuletzt. (dpa/mb)