Die hatte die Routen für rechtswidrig gehalten, weil das zuständige Bundesamt bei der Festlegung aus ihrer Sicht die Öffentlichkeit zu wenig beteiligt und den Lärm falsch prognostiziert hat. Beides ließen die Richter aber nicht gelten. Eine Revision wurde nicht zugelassen. Das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung sei nicht verpflichtet gewesen, betroffene Anwohner und Gemeinden anzuhören, entschied das Gericht. Dies sei im Luftverkehrsrecht nicht vorgesehen und ergebe sich auch nicht aus dem Grundgesetz, hieß es. So hatte es auch das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig im Juni in Bezug auf die sogenannte Wannsee-Flugroute entschieden.

Die Gemeinde hatte außerdem angeführt, dass mit der Festlegung der Routen ihre eigene Planungshoheit verletzt werde. So pauschal reiche das aber nicht, fand das Gericht. Auch das Argument, dass für die Lärmberechnung ein zu flacher Steigwinkel für die startenden Flugzeuge zugrunde gelegt worden sei, ließ es nicht gelten. Wenn die Maschinen schneller aufstiegen, führe das zu weniger Lärm am Boden - bei der Abwägung könne sich ein solcher Berechnungsfehler nicht zulasten der Gemeinde ausgewirkt haben.