Die Streiks in den Brandenburger Kitas sollen in den kommenden Tagen noch ausgeweitet werden. Ab Donnerstag seien die Erzieherinnen auch in Eisenhüttenstadt (Oder-Spree) zum Ausstand aufgerufen, sagte Verdi-Fachbereichsleiter Erich Mendroch am Dienstag. Am Mittwoch werden auch die Kitas und die Sozialberatung des Berliner Studentenwerks wieder einbezogen.

Die regionalen Streikdelegierten sollen zudem gemeinsam zum Ort der Verhandlungen in dem Tarifkonflikt in Berlin ziehen, bevor sie über das weitere Vorgehen und die Streiks in den beiden Bundesländern diskutieren. Frühestens Anfang kommender Woche könnte der Ausstand an den kommunalen Kitas nach Gewerkschaftsangaben enden.

In Bernau (Barnim) versammelten sich laut Mendroch am Dienstag rund 400 Streikende aus der Region. Eberswalde (Barnim) gehörte wie Hennigsdorf und Oranienburg (beide Oberhavel), Lübbenau (Oberspreewald-Lausitz) und die Region um Königs Wusterhausen (Dahme-Spreewald) zu den Schwerpunkten des Ausstands in Brandenburg. Auch in der nunmehr vierten Streikwoche beteiligten sich der Gewerkschaft zufolge Hunderte Erzieherinnen und Sozialarbeiter am Arbeitskampf.

Beide Seiten müssten sich noch deutlich aufeinander zubewegen, damit der unbefristete Streik enden könne, sagte Verdi-Chef Frank Bsirske, in Berlin. Die kommunalen Arbeitgeber wollten sich zunächst nicht äußern. Über ein Ergebnis der laufenden Verhandlungen wollen die Delegierten der Streikenden am Donnerstag in Frankfurt am Main beraten.

Die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes - neben Verdi noch DBB und GEW - verlangen für die bundesweit rund 240 000 Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst der Kommunen eine höhere Eingruppierung. Das lehnt der kommunale Arbeitgeberverband VKA als zu teuer ab.