Bei einer Abstimmung sprach sich die Mehrheit gegen das Objekt aus, sagte gestern Günther Geißler vom Kirchenvorstand.
Der Altar wurde bereits am Wochenende wieder abgebaut. Fischer-Art will ihn nun in Wien und Miami bei Ausstellungen zeigen. Am Montag meldeten sich bei ihm elf Interessenten. "Das letzte Gebot ging bis 50 000 Euro", sagte der Künstler. Er bedauerte die Entscheidung der Gemeinde. "Der moderne Altar am Jakobs-Pilgerweg sollte Gespräche wecken", sagte er.
Auch Kirchenvorstand Geißler bedauerte die Entscheidung. "Das ist sehr schade. Am Ende haben die über die Zukunft entschieden, die sie gar nicht mehr wesentlich mitgestalten werden", sagte Geißler. Bei den Jugendlichen im Ort sei das Objekt eher auf Zustimmung gestoßen. 83 Stimmzettel seien an die Haushalte in dem Ort mit rund 150 Einwohnern verteilt worden. Auf den Zetteln konnten mehrere Mitglieder des jeweiligen Haushaltes anonym abstimmen. Laut Geißler stimmen 60 Menschen für den Altar, 77 dagegen.
Der Flügelaltar aus Eiche ist im Pop-Art-Stil bemalt. Er wurde von Tischlermeister Rainer Saupe aus dem Muldentalkreis gefertigt. Dieser wollte sich mit der Aktion bei den Menschen in Nepperwitz eigentlich für die Hilfe bedanken, die er bei der Flutkatastrophe 2002 von ihnen erfahren hatte. Nun steht der Altar wieder bei Fischer-Art und stößt bei Gemeinden auf Interesse. "Es gibt mehrere Bürgermeister, die ihn gerne hätten", sagte der Künstler. Er will sich nun Zeit lassen für seine Entscheidung. (dpa/mb)