(iwe) Eine Mitbeteiligung der Lausitzer an der Verteilung der Strukturwandelmilliarden haben der Verein Lausitzer Perspektiven und das Zentrum für Dialog und Wandel der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz gefordert.

Dazu sollte aus einem Teil der Gelder ein „Fonds Zivilgesellschaft“ eingerichtet werden. Er soll zur Finanzierung von Projekten Lausitzer Bürger dienen.

„Was die Beteiligung der Zivilgesellschaft betrifft, bewegen wir uns in Brandenburg und Sachsen stellenweise noch in den 90er-Jahren“, sagt Dagmar Schmidt, Vorsitzende von Lausitzer Perspektiven. „Die Landesregierungen müssen erst wieder lernen, dass Bürger und Kommunen sehr viel mehr in die Hand nehmen können, als ihnen bisher zugetraut wurde“, sagte sie weiter.

Dafür müssten den Bürgern nun die Mittel an die Hand gegeben werden. „Die zahllosen Verletzungen und Verwerfungen zwischen den Menschen brauchen Möglichkeiten zur Aufarbeitung“, sagt Pfarrer Burkhard Behr, der das Zentrum für Dialog und Wandel leitet. „Und vor allem brauchen kleine bürgerschaftliche Initiativen oder kreative wirtschaftliche Ideen auch eine unkomplizierte Förderstruktur.“

Ein Fonds werde nur funktionieren, wenn er bürgernah, einfach und transparent gehandhabt werden kann.