Er war im Herbst 2016 angefordert worden, weil bis zum Jahr 2025 Rückgänge der Kirchensteuermittel um bis zu 25 Prozent erwartet werden. "Wir müssen uns auf Budgets einstellen, die zurückgehen", sagte Konsistorialpräsident Jörg Antoine. "Wir schlagen ein Sparen auf Sicht vor."

So soll es für einzelne Handlungsfelder der kirchlichen Arbeit feste Budgets geben, zudem soll ein drei Millionen Euro starker Projektfonds für neue Initiativen geschaffen werden. In seinem traditionellen "Wort des Bischofs" begrüßte Landesbischof Markus Dröge, dass "Berlin durch die Etablierung unterschiedlicher konfessioneller und religiöser Theologien an der Humboldt-Universität zu einem interreligiös ausgerichteten wissenschaftlich-theologischen Standort wird". Dröge zeigte sich besorgt über die zunehmende Zahl abgelehnter Asylanträge von getauften Flüchtlingen aus dem Iran.

Am Rande der Synode wurde der Fall einer Berliner Lehrerin bekannt, der verboten worden sein soll, im Unterricht ein Halskreuz zu tragen. "Wir setzen uns für die Freiheit ein, ein Kreuz zu tragen", erklärte Dröge.

Zudem berät das evangelische Kirchenparlament über ein Umweltkonzept. Die Ekbo will bis zum Jahr 2020 insgesamt 15 Prozent ihres CO{-2}-Verbrauchs sparen, kündigte ihr Umweltbeauftragter Hans-Georg Baaske am Freitag bei der Ekbo-Synode in Berlin an.

Im Jahr 2015 verursachte die Ekbo laut Baaske insgesamt 85 379 Tonnen Kohlendioxid. Ein Grund dafür sei die hohe Zahl ihrer 1917 Kirchen und Kapellen. Bislang sollten sie auf eine Standardtemperatur von 16 Grad beheizt werden. Wenn sie nur bis auf zwölf Grad gebracht würden, führe dies zu einer deutlichen Energieeinsparung.