Dazu haben der Förderkreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg, das Landesamt für Denkmalpflege, die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (Ekbo) und die Stiftung Kirchliches Kulturerbe in Potsdam aufgerufen.

Die aus dem Jahr 1573 stammende Orgel war 1864 zugunsten eines Neubaus abgerissen worden. Die bis heute erhaltenen 14 Engelsfiguren befanden sich damals am Gehäuse der Orgel und konnten sich, während Choräle und Fugen gespielt wurden, dazu bewegen. "Während das Orgelwerk erklang, bewegte sich die ganze Orgel", sagt Landeskonservator Thomas Drachenberg. "Die Engel vereinten die irdische Musik mit dem Gotteslob."

Die Generalsuperintendentin des Sprengels Potsdam der Ekbo, Heilgard Asmus, sprach davon, dass Kunstwerke in Kirchen gelebter Glaube seien. Seien sie zerstört, werde "der Gedanke an die Vergänglichkeit alles Irdischen sichtbarer - aber wir betreiben ja keine Ruinen-Melancholie."

Wie der Geschäftsführer des Förderkreises Alte Kirchen, Bernd Janowski, erklärte, habe sich die zunächst als Kampagne zur Rettung bedrohter Taufengel gestartete Aktion gut entwickelt.

In den ersten drei Jahren seien rund 70 000 Euro für die Flügelwesen eingegangen. Noch heute gebe es Spenden für einzelne der Engel, ohne dass dafür gezielt Werbung gemacht werde. Im Jahr 2012 habe man etwa rund 7000 Euro für die Restaurierung des Altars in Laubst (Spree-Neiße) eingeworben.