In seinem „Wort des Bischofs“ zog Dröge auch Bilanz über den Papstbesuch in Deutschland.

Die evangelischen Kirchen hätten zugesagt, wenn nötig, eine gemeinsame Strategie für die freien Schulen zu entwickeln und Landeskirchen beim Klageweg zu unterstützen, sagte Dröge „Es bleibt zu hoffen, dass dies in Brandenburg nicht nötig sein wird“, betonte er.

Die rot-rote Regierung hat für 2012 Einsparungen von etwa 4,8 Millionen Euro für die freien Schulen beschlossen. Gutachten belegten laut Dröge, dass diese Kürzungen verfassungsrechtlich nicht zu halten seien.

Das Ergebnis des Papstbesuchs bezeichnete der Bischof als „ernüchternd“. Impulse für die evangelisch-katholische Ökumene seien ausgeblieben, kritisierte Dröge. Irritierend für evangelische Christen sei etwa die Darstellung der europäischen Geistesgeschichte durch Benedikt XVI. im Bundestag gewesen, da die Reformationsgeschichte unerwähnt blieb.

Die Landessynode – das höchste Kirchenparlament – tagt bis zum Samstag in der St. Bartholomäuskirche in Friedrichshain. Zentrales Thema der Beratungen ist das Ehrenamt. Für ihr Engagement wurde am Mittwoch unter anderen die Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, Christine Bergmann, mit der Paul-Gerhardt-Medaille der EKBO ausgezeichnet. Sie habe sich in einem besonderen Maße für Reformen und Veränderungsprozesse in der Kirche eingesetzt, hieß es zur Begründung.

Die Landessynode ist das höchste Leitungsgremium der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und zählt 122 Mitglieder.

Die EKBO hat etwa 1,1 Millionen Mitglieder in 35 Kirchenkreisen und rund 1360 Gemeinden.