Für eine Ausstellung haben Hunderte Brandenburger ihre Fotoalben geöffnet und Kindheitsbilder gestiftet. Eine Auswahl von 300 Aufnahmen ist seit Donnerstag in Potsdam in der Schau "Kindheitsbilder. Alltagsfotografie in Brandenburg seit 1848" zu sehen.

Das Projekt ist im Rahmen des Themenjahres Kulturland Brandenburg 2013 entstanden. Initiiert haben es das Brandenburgische Literaturbüro und das Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte. 2011 war damit begonnen worden, Kindheitsbilder von Brandenburgern zusammenzutragen, mehr als zehntausend kamen zusammen.

"Die Bilder illustrieren den Wandel kindlicher Lebenswelten über einen Zeitraum von mehr als einhundertsechzig Jahren. In ihrer Summe bilden sie das kollektive Familienalbum Brandenburgs", teilten die Veranstalter mit. Sie wollen auch die nicht in der Schau gezeigten Bilder präsentieren: Ab Oktober 2013 sollen sie im Internetportal www.zeitstimmen.de zu sehen sein.

In der Ausstellung im Kutschstall in Potsdam ist als älteste Aufnahme eine Daguerreotypie aus dem Jahr 1848 zu sehen. Es handelt sich um das Familienbildnis einer Apothekerfamilie aus Prenzlau. Andere Fotos - teils großformatig, mal schwarz-weiß, mal in Farbe - zeigen Kinder am ersten Schultag, beim Seifenkistenrennen oder mit großen Augen vor der Auslage am Schaufenster.

Die Schau hat bis 12. Januar 2014 von dienstags bis donnerstags von 10 bis 17 Uhr und freitags bis sonntags sowie an Feiertagen von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 4 Euro, ermäßigt 2 Euro. dpa