Seit In-Kraft-Treten der Neuregelungen Anfang des Jahres sei die Zahl der von Armut betroffenen Kinder unter 15 Jahren auf eine Rekordzahl von 1,7 Millionen gestiegen. "Hartz IV heißt zu wenig für zu viele", kritisierte der Hauptgeschäftsführer des Wohlfahrtsverbandes, Ulrich Schneider, in Berlin.
Das Deutsche Kinderhilfswerk sprach von einem "dramatischen Anstieg" und rief zu Spenden für betroffene Kinder auf. Armut von Familien dürfe nicht dazu führen, dass Kinder sozial ausgegrenzt und ihre Zukunftschancen minimiert würden. Ostdeutschland ist dem Bericht zufolge mit einer Kinderarmutsquote von 23,7 Prozent wesentlich stärker betroffen als der Westen mit 12,4 Prozent. "Es ist verheerend für ein Gemeinwesen, wenn ein Drittel der Kinder vom normalen gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen ist", rügte Schneider. (AFP/ta)