Der internationale Strafgerichtshof macht ihm wegen mutmaßlicher Verbrechen gegen die Menschlichkeit den Prozess. Es ist der erste Prozess gegen Kenias Staatsspitze. Im November muss Präsident Uhuru Kenyatta vor dem Weltstrafgericht erscheinen. Wegen dieser Prozesse will Kenia als weltweit erstes Land aus dem Gericht austreten, was aber keinen Einfluss auf die laufenden Verfahren haben soll. Vize-Präsident Ruto erschien freiwillig vor den Richtern. "Nicht schuldig", sagte er zu den Vorwürfen, darunter Mord und Verfolgung. Bei monatelangen Unruhen zwischen ethnischen Stämmen waren über 1000 Menschen getötet worden. Tausende wurden Opfer sexueller Gewalt und Hunderttausende in die Flucht getrieben.