ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 10:41 Uhr

Kenia hält den Atem an

Nairobi.. Vor einer geplanten Massendemonstration der kenianischen Opposition sind am Donnerstag am Versammlungsort im Zentrum Nairobis starke Sicherheitskräfte aufgezogen. dpa/nm

Um den Uhuru Park stehen mit Schlagstöcken bewaffnete Polizisten und paramilitärische Truppen im Abstand von jeweils etwa zwei Metern. Oppositionsführer Raila Odinga hat seine Anhänger für Donnerstagvormittag dazu aufgerufen, trotz Verbotes friedlich und mit Trauerflor auf die Straße zu gehen. Damit soll gegen den umstrittenen Wahlsieg von Präsident Mwai Kibaki protestiert werden.

Odinga rechnet damit, dass bis zu einer Million Menschen seinem Aufruf folgen. Beobachter fürchten, dass es zu blutigen Ausschreitungen zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten kommen könnte.

Unterdessen traf der südafrikanische Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu in Kenia ein. Er will zwischen den verhärteten politischen Fronten vermitteln. Auch UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat Vermittlungsbemühungen angekündigt.

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hat die kenianischen Politiker vor der Massendemonstration zur Besonnenheit aufgerufen.

Odinga sieht sich um seinen Sieg bei der Präsidentenwahl betrogen, nachdem die Wahlkommission Ende vergangener Woche den bisherigen Amtsinhaber Kibaki zum Sieger erklärt hatte. Dies löste schwere Ausschreitungen aus, bei denen bereits mehr als
300 Menschen getötet und 100 000 Menschen in die Flucht getrieben wurden.