Sie sollten, wie die Fahrzeuge, auf die sie zugelassen waren, eines "natürlichen Todes" sterben. Doch mit den Landkreis-Kürzeln haben sich viele Lokalpatrioten nie anfreunden können. Das ist aus Experten-Sicht nicht verwunderlich. Denn Identität mit einem völlig neuen Kreisgebilde wächst nicht von heute auf morgen. Das braucht Zeit. Die aber haben weder Sachsen noch Brandenburg seinen Bürgern gelassen. Im Freistaat ist 2008 schon die zweite Kreisgebietsreform über die Bühne gegangen. Wieder ganz neue Zuordnungen, die Brandenburg ab 2019 auch bevorstehen. Da verwundert es nicht, wenn das Signal des Bundes im Jahre 2012 auf fruchtbaren Boden gefallen ist, wieder alte Nummernschilder verwenden zu dürfen - Heimatliebe im Autokennzeichen.

PS: Ich kann das übrigens nachvollziehen. Als Cottbuser fahre ich CB-CB. Und bei der Beantragung musste ich feststellen, dass ich nicht allein bin. Denn CB-CB war erst ab Nummer 26 zu haben.

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