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Keine Terror-Entwarnung für Deutschland

Zwei Polizeibeamte des SEK (Spezialeinsatzkommando) in voller Schutzausrüstung stehen am 14.11.2016 in Hamburg bei einem Pressetermin neben dem neuen Einsatzfahrzeug "Survivor 1".
Zwei Polizeibeamte des SEK (Spezialeinsatzkommando) in voller Schutzausrüstung stehen am 14.11.2016 in Hamburg bei einem Pressetermin neben dem neuen Einsatzfahrzeug "Survivor 1". FOTO: Christian Charisius
Berlin. Das Risiko von Terroranschlägen in Deutschland bleibt nach Einschätzung des Verfassungsschutzes unverändert hoch. "Ich kann keine Entwarnung geben - im Gegenteil", sagt Hans Georg Maaßen, Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz. dpa/bob

Anschläge wie jüngst in Manchester oder auf den Weihnachtsmarkt in Berlin seien möglich, "weil der IS will, dass auch in Deutschland ein größerer Anschlag durchgeführt wird, und wenn er uns treffen kann, würde er es auch tun", sagte Maaßen dem "Inforadio" am Sonntag.

In den vergangenen sechs Monaten habe es "eine Vielzahl von Festnahmen oder polizeilichen Exekutivmaßnahmen gegen mutmaßliche Islamisten" gegeben, berichtete der Chef des Verfassungsschutzes. Obwohl der IS militärisch stark unter Druck ist, sei es weiter denkbar, dass die Terrororganisation auch große Anschlagsszenarien wie 2015 in Paris realisieren könne: "Ich gehe davon aus, dass der IS derzeit noch die Möglichkeiten dazu hat. Er hat eine große Anzahl von Anhängern in Westeuropa, auch in Deutschland", sagte Maaßen. Zudem gebe es eine große Zahl junger Leute, die sich im Cyberraum radikalisierten, und die von "Headhuntern" des IS angesprochen würden.