Gesundheitsministerin Anita Tack (Linke) hat den Antrag des Potsdamer Ernst von Bergmann Klinikums zur Errichtung einer eigenen Herzchirurgie in der laufenden Krankenhausplanung wegen fehlenden Bedarfs abgelehnt. Damit folgt das Ministerium der Einschätzung durch die vorhandenen Herzchirurgie-Zentren in Cottbus und Bernau (Barnim), die bei Genehmigung eines dritten Standortes im Land vor einem ruinösen Wettbewerb gewarnt hatten.

Die Kapazität in Cottbus und Bernau ist noch nicht ganz ausgeschöpft. Die Zahl der jährlichen Operationen liegt seit Jahren stabil bei etwa 2700. Mit einer vorgelegten externen Untersuchung hatte das Potsdamer Klinikum den Bedarf zusätzlicher Herzchirurgie-Kapazitäten nachweisen wollen.

Im Cottbuser Sana-Herzzentrum wurde die Entscheidung des Gesundheitsministeriums mit Erleichterung aufgenommen. "Damit haben wir Planungssicherheit bis 2018", sagte Geschäftsführer Michael Kabiersch. Langfristig bedeute das auch die Sicherung der hochqualifizierten Arbeitsplätze in der Cottbuser Herzklinik.

Eine dritte Herzklinik im Land hätte den Abbau von Jobs in den vorhandenen Einrichtungen und eine Qualitätseinbuße in der Versorgung zur Folge gehabt, so Kabiersch

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