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Keine Mehrheit – Sorbenstiftung vorerst ohne neuen Direktor

Bautzen. Wer neuer Direktor der Sorbenstiftung wird, ist weiter unklar. Auf der Frühjahrssitzung erhielt keiner der beiden Bewerber die erforderliche Mehrheit, sagte der Vorsitzende des Stiftungsrates, Jan Budar, am Dienstag. dpa/roe

Ein dritter Bewerber hatte seine Kandidatur zurückgezogen. "Es ist alles wieder offen. Wir schreiben die Stelle erneut aus", erklärte Budar. Das Amt sollte zum 1. Januar 2016 neu besetzt werden. Nun soll Stiftungsdirektor Marko Suchy, der seit April 1992 der Sorbenstiftung vorsteht, seine Amtszeit bis zum 1. Juli 2016 verlängern. Eine Entscheidung habe er noch nicht getroffen, so Suchy. Der neu gewählte Stiftungsrat beschloss zudem die Ziele für die kommenden vier Jahre. So sollen durch die Stiftung stärker sorbische Projekte außerhalb der Lausitz gefördert werden, wie der Dresdner Verein "Stup dale".

Insgesamt verfügt die sorbische Stiftung in diesem Jahr über einen Etat von 18,1 Millionen Euro. Damit werden neun Einrichtungen finanziert.