"Unsere Gedenk- und Feiertage sind Tage der Erinnerung an eine Befreiung von Unterdrückung", sagte der SPD-Landtagsabgeordnete Daniel Kurth in der Debatte. "Wir wollen auch weiterhin der Opfer an der Mauer gedenken - aber den Tag der Befreiung wollen wir am 3. Oktober feiern." Allerdings forderten die Regierungsfraktionen den Landtag und die Landesregierung auf, künftig gemeinsam an den Mauerbau und die Opfer zu erinnern.

Die Linken-Abgeordnete Andrea Johlige sagte, Gedenktage seien kein Allheilmittel. "Wir bezweifeln, dass dies ein geeignetes Mittel ist, der jüngeren Bevölkerung den Mauerbau und die Folgen für die Menschen näherzubringen." Auch Grünen-Fraktionschef Axel Vogel zweifelte am Sinn eines Gedenktages. "Es geht um lebendige Erinnerung und nicht um verordnetes Gedenken", meinte er. Die Politiker müssten hinaus zu den Menschen, um die Erinnerung an den Mauerbau und die Folgen wach zu halten.

Die Grünen enthielten sich bei der Abstimmung. Die AfD und BVB/Freie Wähler stimmten für den Gedenktag.