Rund um Halloween bietet das Fernsehprogramm eine breite Palette an gruseligen Filmen. Sind Kinder noch im Vor- und Grundschulalter, können sie nur schwer zwischen Fiktion und Wirklichkeit unterscheiden. Eltern sollten deshalb Filme altersgerecht auswählen: Geeignete Gruselfilme verzichten beispielsweise auf Gewaltszenen und vermeiden stilistische Mittel wie Dunkelheit, laute oder plötzliche Geräusche und bösartige Fabelwesen. Außerdem löst sich das Gruseln in einem guten Ende auf, so die Initiative „Schau hin! Was dein Kind mit Medien macht“.

Wichtig ist für Kinder, dass sie über das Gesehene mit ihren Eltern reden können. Das helfe ihnen dabei, es aktiv zu verarbeiten, erläutert Michael Gurt von Flimmo. Der Münchner Verein berät Eltern zum Fernsehprogramm. Sehen Erwachsene beispielsweise, dass sich Kinder beim Fernsehen oft das Kissen vor das Gesicht halten, sich am liebsten im Sofa verkriechen würden oder den Raum verlassen, sollten sie einhaken. Am besten stellen sie Fragen wie „Worum ging es da?“ oder „Hat dich das erschreckt?“. Das verschafft Mädchen und Jungen die Gelegenheit, über gruselige Momente zu sprechen.

Richtig Spaß, sich zu gruseln, haben Kinder erst mit einiger Fernseherfahrung. Das ist etwa ab acht Jahren der Fall. Dann sind Mädchen und Jungen in der Lage, mitzufiebern und gleichzeitig genug Abstand zum Gesehenen zu schaffen. Wichtig ist in jedem Fall, dass zwischen Fernsehgucken und Schlafengehen genug Zeit liegt.

Ab etwa 12 Jahren können Kinder sich beim Horrorfilme schauen mit ihren Freunden zusammentun. Gemeinsam lasse sich die Spannung besser aushalten, sagt Gurt. Die Eltern sprechen sich vorher besser untereinander ab, welche Filme erlaubt sind. Und wenn die Jugendlichen trotzdem einen anderen Film gucken, gilt: ein offenes Ohr haben, bloß nicht schimpfen. „Das Schlimmste ist, in so einer Situation mit seinen Ängsten alleingelassen zu werden.“