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| 02:33 Uhr

Keine Entwarnung für Bombardier

Berlin. Die Bombardier-Beschäftigten hatten auf das Spitzentreffen gesetzt. Ein Bekenntnis zu den Tausenden Jobs gibt es aber danach nicht. dpa/bl

Für die Bombardier-Beschäftigten in Deutschland gibt es noch keine Entwarnung. Die Politik werde alles ihr Mögliche tun, um die Arbeitsplätze zu sichern, sagte Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) am Montagabend nach dem Treffen mit der Spitze des Bahntechnik-Konzerns. "Aber bis dahin ist es noch ein weiter Weg." Das Management und die Arbeitgeberseite wollten bis zum Sommer gemeinsam über ihre jeweiligen Umbaukonzepte für das Unternehmen beraten, sagte Gabriel. Dies sei bei dem Treffen vereinbart worden.

Zuvor hatte Bombardier Transportation erklärt, in Deutschland weiterhin Produkte nicht nur entwickeln, sondern auch bauen zu wollen. "Deutschland wird für Bombardier auch in der Zukunft nicht nur ein entscheidender Standort für die Entwicklung, sondern auch für die Produktion und Wartung von Bahntechnik bleiben", versicherte Deutschlandchef Michael Fohrer. "Der Standort Deutschland spielt daher eine zentrale Rolle in unserer langfristigen Strategie." Das Unternehmen reagierte damit auf Medienberichte, wonach es Pläne gibt, die deutschen Produktionsstandorte aufzugeben.

An dem Treffen bei Gabriel nahmen Bombardier-Transportation-Präsident Laurent Troger sowie die Ministerpräsidenten Brandenburgs und Sachsens, Dietmar Woidke (SPD) und Stanislaw Tillich (CDU), teil. In Brandenburg und Sachsen liegen mit Hennigsdorf bei Berlin und Görlitz sowie Bautzen in der Lausitz die größten Bombardier-Standorte in Deutschland.

Bombardier Transportation hat rund 8500 Beschäftigte in Deutschland. Bei der laufenden Umstrukturierung sollen bis Ende 2018 weltweit rund 5000 Arbeitsplätze wegfallen.

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