"Wenn wir jetzt flächendeckend immer mehr Kollegen in den Ausstand holen, kann die Post irgendwann den Betrieb nicht mehr aufrechterhalten", sagte er. In den sechs Niederlassungen arbeiten nach seinen Worten etwa 13 000 Beschäftigte.

Bei der Deutschen Post hatte am Montagnachmittag bundesweit ein unbefristeter Streik begonnen. Verdi fordert für die Beschäftigten 5,5 Prozent mehr Geld und eine von 38 auf 36,5 Stunden verkürzte Wochenarbeitszeit bei vollem Lohnausgleich. Zudem will die Gewerkschaft erreichen, dass die neu gegründeten regionalen Gesellschaften tariflich unter das Dach der Post zurückkehren. Die Post lehnt das ab und verweist auf Wettbewerbsnachteile gegenüber der Konkurrenz.

Bundesweit haben laut Post am Dienstag rund 7000 Beschäftigte gestreikt. Betroffen waren vor allem Briefverteilzentren, vereinzelt auch Zusteller. Einzig in den Briefverteilzentren in Suhl und Bautzen sei nicht gestreikt worden. Verbraucher Seite12