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Kein Bargeld mehr in der Nacht

Cottbus. Aufgrund der anhaltenden Serie von Bankomatensprengungen in der Lausitz zieht jetzt die Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien Konsequenzen. Geldautomaten sollen nachts nicht mehr zugänglich sein. Rüdiger Hofmann

"Um den Schutz und die Sicherheit für die Kunden und die Mieter in den Wohnungen über den Geschäftsräumen weiterhin zu gewährleisten, werden die Selbstbedienungsbereiche der Sparkassen-Filialen in Bernstadt, Ostritz, Olbersdorf, Görlitz Königshufen, Rothenburg und Schleife ab dem 27. Juni bis auf weiteres über Nacht geschlossen", teilt Sprecherin Kirsten Müller mit. Die Nacht sicherung soll täglich zwischen 22 Uhr und sechs Uhr erfolgen.

Zurückhaltend reagieren die Bankfilialen in Brandenburg. "Nach den jüngsten Vorfällen wird es keine Veränderungen unserer Öffnungszeiten geben", sagt Jürgen Riecke, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Elbe-Elster. Das bestätigt auch die Sparkasse Niederlausitz. "Unsere Automaten bleiben tagsüber und auch nachts zu den gewohnten Zeiten zugänglich", sagt Pressesprecherin Eva Elmer.

Die Sparkasse Cottbus Spree-Neiße reagiert ebenfalls noch nicht. "Die Geldausgabeautomaten und Kontoauszugdrucker in den Selbstbedienungsbereichen stehen auch zukünftig rund um die Uhr zur Verfügung", sagt Pressesprecherin Anja Schroschk.

Lediglich die Mittelbrandenburgische Sparkasse Potsdam hat bei einer Filiale in Trebbin (Teltow-Fläming) ähnliche Konsequenzen wie die sächsischen Kollegen gezogen. "Nachdem die Filiale im vergangenen Jahr gleich zweimal gesprengt wurde, haben wir sie geschlossen", sagt Pressesprecher Robert Heiduck. lr-online.de/geldautomat