"Mit dieser Bündelung der Justizbehörden an einem Standort werden sich die Arbeitsbedingungen erheblich verbessern", sagte Finanzminister Rainer Speer (SPD) gestern in der Landeshauptstadt. Nach der Fertigstellung 2008 sollen in dem Komplex Abteilungen des Land- und Amtsgerichtes sowie der Staatsanwaltschaft angesiedelt sein. Das Verfassungsgericht ist den Angaben zufolge bereits im Juni 2006 eingezogen. Das Land stelle für das neue Justizzentrum fast 42 Millionen Euro zur Verfügung.
Justizministerin Beate Blechinger (CDU) wertete das Richtfest als "Beleg für die große Bedeutung, die Brandenburg der Justiz beimisst". Wie Finanz- und Justizministerium mitteilten, wird Ende dieses Jahres zuerst die Staatsanwaltschaft Potsdam mit ihrer Außenstelle in Luckenwalde (Teltow-Fläming) in die Landeshauptstadt umziehen.
Das Areal sei einer der letzten großen Kasernenkomplexe Potsdams, dessen Gebäude auf den Architekten Karl Friedrich Schinkel (1781-1841) zurückgingen und heute unter Denkmalschutz stünden. "Damit ist das neue Justizzentrum auch ein hervorragendes Beispiel für die Umwandlung ehemals militärisch genutzter Flächen für zivile Zwecke", betonte Speer. Seit Baubeginn im April 2003 sind bislang 205 Aufträge mit einem Volumen von rund 36 Millionen Euro erteilt worden. 142 Aufträge seien an brandenburgische Unternehmen gegangen. (dpa/mb)